+++ 27.12.2025 +++
Es gab mal ein Computer Culture Museum in der Universität Hildesheim, in dessen Verein ich damals Mitglied war. Am 24. Mai 2000 wurde es aufgelöst und ca. 120 qm Sammlung in einen LKW mit Anhänger zum Schrott umgewandelt. Daraus retteten wir ganz wenig in die Kulturherberge auf der Wernershöhe, bis auch hier gefleddert wurde.... wir erbten damals Einiges zum Thema Blinde am Computer, nämlich
- einen Braille-Display mit Doppelzeile @ 40 Zeichen
- Braillex-D Telexsystem mit Floppystation
- BRAILLoMAT (Geschenk eines blinden Telefonisten, SIEMENS-Wuppertal)
Hier veröffentlichen wir zunächst das Ergebnis einer langen Reise durch die unbekannte Elektronik eines sehr frühen Display MBT8 nach Patent Schönherr DE000002707362B1 .
Der Schenker schreibt:
"Ich beziehe mich auf die am Sa.09.01.1996 im WDR H5 über Ihr Museeum ausgestrahlte Sendung der Reihe "Ratgeber Computer" ... und übersende Ihnen anbei das elektronische Blindenhilfsmittel "BRAILLOMAT TELEX": Dabei handelt es sich um einen Zusatz zum früheren, mittels Lochstreifen gesteuerten Fernschreiber. Blinden Benutzern ermöglicht er die Kontrolle über die von ihnen erstellten Dokumente. Dem Lochstreifen vergleichbar, wird jeder auf der Tastatur des Fernschreibers getätigte Anschlag (hier allerdings in Form des "Braille-Codes")
wiedergegeben." (Sendung "Wie Computer Behinderten helfen", aus WDR H.5, Samstag, 06.01.1996 15:00 bis 15:45 Uhr)


Die Recherchen zogen sich hin, ohne Erfolg: Alles musste ausgetestet und nachsimuliert werden. Schließlich wurde doch noch ein programmierbarer Arbeitsplatz daraus (Arduino/pyton-Programm/Laptop). Die Dokumentation befindet sich schon mal in unserer Cloud (siehe Link oben Display MBT8)
Video wird nachgereicht!. Wir können im Laptop Text eingeben, der auf dem Display (8 Punkte) ange"zeigt" wird. Welcher Blinde möchte das Sytem mal austesten? Wir würden gerne ein Video davon drehen für die Öffentlichkeit.

